Mikroplastik und Meersalz in der Diskussion

Mikroplastik im Visier

Kleinste Plastikteilchen werden mittlerweile fast überall entdeckt, sogar im Polareis. Dieses so genannte Mikroplastik sind alle Kunststoffpartikel, die höchstens fünf Millimeter lang sind. Etliches davon gelangt direkt übers Abwasser in Flüsse und ins Meer.

Zum Beispiel enthält Kosmetik wie Duschgels, Masken oder Zahnpasta bewusst zugesetzte Bestandteile aus Kunststoff für eine „bessere“ Reinigung. Daneben gelangen vor allem Verpackungen, alte und kaputte Teile, Tüten und anderes aus Kunststoff als Müll in die Umwelt. Seit den 1950er Jahren wurden 6,3 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert, die nur zu einem geringen Teil (< 10Prozent) recycelt oder verbrannt wurden (12%). Das meiste davon gelangt in den Hausmüll oder direkt in die Umwelt, wo es sich durch Sonne und Wind zersetzt. Die sehr stabilen Plastikteilchen werden allerdings nur sehr langsam abgebaut. 

Wie sieht es mit Salz aus?

Es gibt im Moment keine belastbaren Analysemethoden für Mikroplastiks in Lebensmitteln. Untersuchungen zeigen aber, dass sich in Meersalz aus Europa weniger als 100 Mikroplastikpartikel pro Kilogramm befinden. Die Tagesaufnahme soll nach Ernährungsexperten höchstens bei 5 Gramm liegen, sodass demnach das grüne Salz unbedenklich ist. Zum Vergleich: Ein Liter Trinkwasser enthält im Schnitt 300 Mikroplastikpartikel. 

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